Hallo zusammen, meine Lieben! Wer träumt nicht manchmal von einem Leben, in dem soziale Sicherheit und Chancengleichheit nicht nur leere Worte sind, sondern gelebte Realität?
Wenn ich an das norwegische Wohlfahrtssystem denke, kommt mir sofort ein Bild von einer Gesellschaft in den Sinn, die ihre Bürger wirklich von der Wiege bis zur Bahre absichert.
Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie ein Land es schafft, ein so hohes Maß an Lebensqualität und sozialer Gerechtigkeit zu gewährleisten. Viele von uns Deutschen blicken da oft neidisch gen Norden und fragen sich: Wie machen die das bloß?
Lasst uns das Geheimnis dieses beeindruckenden Systems gemeinsam lüften und genau erfahren, was Norwegen so besonders macht!
Eine Gesellschaft, die sich trägt: Das Fundament norwegischen Wohlstands

Die Philosophie dahinter: Warum Zusammenhalt hier zählt
Wisst ihr, was mich an Norwegen so unglaublich beeindruckt? Es ist diese tief verwurzelte Idee, dass jeder Einzelne zählt und die Gesellschaft eine gemeinsame Verantwortung für das Wohlergehen aller trägt. Das ist kein leeres Versprechen, sondern gelebte Realität. Ich habe oft darüber nachgedacht, wie anders sich das anfühlen muss, wenn man weiß, dass ein starkes soziales Netz einen auffängt, egal was passiert. Es ist fast so, als würde man in einer großen Familie leben, in der die Stärkeren die Schwächeren unterstützen. Dieses Solidarprinzip, das dort so fest verankert ist, schafft eine ganz besondere Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit. Man spürt förmlich, wie es das gesellschaftliche Miteinander prägt und zu einer viel entspannteren Grundhaltung führt. Niemand muss wirklich Angst vor dem sozialen Abstieg haben, und das nimmt einen enormen Druck von den Schultern der Menschen.
Finanzielle Rückendeckung: Wie der Staat seine Bürger schützt
Klar, dieser umfangreiche Wohlfahrtsstaat will auch finanziert sein, und da kommen wir zu einem Punkt, der oft Neid hervorruft: die Steuern. Aber mal ehrlich, wenn man sieht, was man dafür bekommt, erscheint es in einem ganz anderen Licht. Ich habe gelesen, dass ein Großteil der Sozialleistungen, des Gesundheits- und Bildungssystems über Steuern finanziert wird. Und das Ergebnis? Eine umfassende soziale Absicherung, die von der Geburt bis ins hohe Alter reicht. Es ist diese Vorsorge und Planbarkeit, die mich so fasziniert. Der norwegische Staat agiert hier wie ein vorausschauender Familienvater, der sicherstellt, dass für alle Eventualitäten vorgesorgt ist. Da ist man doch gerne bereit, seinen Teil beizutragen, oder? Man fühlt sich als Bürger einfach wertgeschätzt und abgesichert, was eine ganz andere Lebensqualität ermöglicht.
Von der Wiege bis zur Uni: Bildung als Herzstück der Gesellschaft
Kostenlos und inklusiv: So lernen Norwegens Kinder
Wenn ich an das norwegische Bildungssystem denke, dann sehe ich strahlende Kinderaugen, die sich in der Schule frei entfalten können. Stellt euch vor: In Norwegen ist die Schulbildung von der Grundschule bis zur Sekundarstufe komplett kostenlos. Und das beinhaltet nicht nur den Unterricht, sondern auch alle Lehrmaterialien wie Stifte, Bücher und sogar Tablets oder Laptops! Das ist doch einfach genial! Chancengleichheit wird hier nicht nur gepredigt, sondern gelebt. Ich habe selbst erlebt, wie sehr es Kinder entlastet, wenn sie sich keine Gedanken um die Kosten für ihre Bildung machen müssen. Die Kinder beginnen erst mit sechs Jahren und lernen in den ersten Jahren viel spielerisch, ohne Noten bis zur achten Klasse. Der Fokus liegt auf sozialen Kompetenzen, Kreativität und dem Entdecken der eigenen Stärken – das finde ich persönlich so viel wertvoller als reines Auswendiglernen.
Universitäre Freiheit: Keine Studiengebühren, viele Möglichkeiten
Und es wird noch besser: Auch die Hochschulbildung ist in Norwegen grundsätzlich gebührenfrei, sogar für internationale Studierende. Stellt euch das mal vor! Das eröffnet so viele Türen und Möglichkeiten, die bei uns oft an finanziellen Hürden scheitern. Ich denke da an all die jungen Menschen, die bei uns mit einem riesigen Schuldenberg ins Berufsleben starten. In Norwegen können sich junge Menschen ganz auf ihr Studium konzentrieren und ihre Leidenschaften verfolgen, ohne sich Sorgen um Studiengebühren machen zu müssen. Klar, Lebenshaltungskosten sind hoch, aber es gibt Darlehen und Stipendien. Diese Investition in die Bildung zahlt sich für die Gesellschaft aus, denn sie schafft eine hochqualifizierte und motivierte Bevölkerung. Ich frage mich oft, wie viele brillante Köpfe bei uns nicht ihr volles Potenzial entfalten können, weil sie sich ein Studium einfach nicht leisten können.
Gesundheit ist kein Luxus: Ein System, das wirklich jeden erreicht
Steuerfinanziert und solidarisch: Der Beveridge-Ansatz in der Praxis
Das norwegische Gesundheitssystem ist wirklich ein Paradebeispiel für Solidarität, finde ich. Es funktioniert nach dem sogenannten Beveridge-Modell, das heißt, es wird hauptsächlich über Steuern finanziert. Das bedeutet, alle Bürger sind am System beteiligt und es gibt keine Benachteiligung aufgrund des Einkommens oder der sozialen Stellung. Für mich klingt das nach einer unglaublich fairen Lösung! Es gibt im Grunde nur eine staatliche Krankenversicherung, in die alle einzahlen. Ich habe ja oft diese Diskussionen über unser eigenes Gesundheitssystem gehört und muss sagen, die norwegische Herangehensweise, bei der der Staat die zentrale Verantwortung trägt, hat etwas unglaublich Beruhigendes. Man weiß, dass man im Krankheitsfall nicht vor einem Berg an Rechnungen steht, sondern eine Versorgung erhält, die den Bedürfnissen entspricht.
Selbstbeteiligung mit Kostenbremse: Transparenz und Fairness
Aber Moment mal, komplett kostenlos ist es auch in Norwegen nicht, und das ist auch gut so, wie ich finde. Es gibt eine Selbstbeteiligung für Arztbesuche und Medikamente. Für einen normalen Arztbesuch zahlt man zum Beispiel etwa 15 Euro. Aber das Geniale daran ist: Es gibt eine jährliche Kostenbremse! Wenn man einen bestimmten Betrag (derzeit etwa 2040 NOK, also rund 170 Euro) erreicht hat, erhält man eine sogenannte “Frikort” und ist für den Rest des Jahres von den meisten weiteren Zuzahlungen befreit. Das finde ich persönlich extrem klug gelöst! Es sorgt dafür, dass die Leute verantwortungsbewusst mit den Leistungen umgehen, aber niemand durch hohe Krankheitskosten in den Ruin getrieben wird. Diese Balance zwischen Eigenverantwortung und Absicherung, die hat Norwegen wirklich drauf, das muss ich neidlos anerkennen!
Arbeit, Familie und die Kunst des Absicherns: Ein Leben ohne Existenzangst
Elternzeit und Kindergeld: Familienfreundlichkeit auf höchstem Niveau
Als jemand, der selbst Familie hat, schaue ich mit offenem Mund auf die norwegische Familienpolitik. Das ist wirklich ein Paradies für Eltern! Die Elternzeitregelungen sind großzügig, und das Kindergeld wird auch bei uns in Deutschland oft als Vorbild genannt. Wenn ihr ein Kind habt, das zwischen einem und zwei Jahren alt ist und keine Vollzeit-Kita besucht, könnt ihr das sogenannte “Kontantstøtte” erhalten, eine Geldleistung für Betreuung. Das zeigt doch, wie sehr der Staat die Familie in den Mittelpunkt stellt und flexible Betreuungsmöglichkeiten fördert. Es ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch eine Wertschätzung der elterlichen Rolle. Diese Wertschätzung für Familien, die spürt man förmlich in der gesamten Gesellschaft, und das ist etwas, das wir uns hierzulande wirklich abschauen könnten.
Das soziale Netz: Arbeitslosigkeit und Rente neu gedacht

Und was passiert, wenn man seinen Job verliert? Auch hier zeigt sich die Stärke des norwegischen Systems. Das Arbeitslosengeld kann bis zu zwei Drittel des vorherigen Einkommens betragen und wird für einen längeren Zeitraum gezahlt. Das gibt den Menschen Sicherheit und die nötige Zeit, um einen neuen passenden Job zu finden, ohne in finanzielle Not zu geraten. Ich stelle mir vor, wie viel entspannter man da auf Jobsuche gehen kann, wenn der Existenzdruck nicht so erdrückend ist. Und die Rente? Das norwegische Rentensystem, bestehend aus einer staatlichen einkommensabhängigen Rente und einer Garantierente als Mindestrente, bietet eine stabile Absicherung im Alter. Viele zahlen in die staatliche Rentenversicherung ein und haben bei 40 Beitragsjahren Anspruch auf die volle Garantierente. Das schafft Vertrauen und nimmt die Angst vor Altersarmut. Es ist dieser ganzheitliche Ansatz, der mich so begeistert.
| Aspekt | Norwegen | Deutschland (zum Vergleich) |
|---|---|---|
| Studiengebühren an staatlichen Hochschulen | Kostenlos (auch für internationale Studierende) | In der Regel keine Studiengebühren, aber Semesterbeiträge |
| Gesundheitssystem-Finanzierung | Überwiegend steuerfinanziert (Beveridge-Modell) | Dual: Gesetzliche Krankenversicherung (Beiträge) und private Krankenversicherung |
| Jährliche Selbstbeteiligung Gesundheit | Begrenzt (ca. 2040 NOK / 170 EUR pro Jahr, dann “Frikort”) | Höhere Zuzahlungen möglich, keine generelle Obergrenze wie in Norwegen (außer chronisch Kranke) |
| Arbeitslosengeld (Anteil des vorherigen Einkommens) | In der Regel bis zu zwei Drittel (ca. 62,4%) | Arbeitslosengeld I: 60% (mit Kind 67%) des letzten Nettoeinkommens |
Der Ölfonds: Ein generationenübergreifender Schatz
Vom Reichtum des Meeres: Wie Norwegen seinen Wohlstand verwaltet
Ihr Lieben, dieser Punkt ist einfach nur atemberaubend! Das wahre Geheimnis, warum Norwegen sich diesen Wohlfahrtsstaat leisten kann, ist der sogenannte “norwegische Ölfonds”, offiziell “Staatlicher Pensionsfonds des Königreichs Norwegen” genannt. Stellt euch vor: Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft in der Nordsee fließen seit Jahrzehnten nicht direkt in den Staatshaushalt, sondern in diesen gigantischen Fonds. Das ist doch mal eine langfristige Denkweise! Ich persönlich finde das unglaublich weitsichtig, nicht einfach alles auf den Kopf zu hauen, sondern für die Zukunft vorzusorgen. Der Fonds soll die staatlichen Öleinnahmen investieren, um für die Zeit vorzusorgen, in der die Erdölreserven zur Neige gehen. Das ist ein wahrer Segen für die zukünftigen Generationen und eine Garantie für die Stabilität des Sozialsystems.
Nachhaltig investiert: Ein Vorbild für die Welt?
Und dieser Fonds ist kein kleines Sparschwein, sondern der größte Staatsfonds der Welt! Mit einem verwalteten Vermögen von rund 1,6 Billionen Euro oder etwa 290.000 Euro pro Einwohner (Stand September 2024) ist das eine unvorstellbare Summe. Er investiert weltweit in Aktien, Anleihen und Immobilien, und das mit einer bemerkenswerten Nachhaltigkeitsstrategie. Ich finde es toll, dass hier nicht nur auf Rendite geschaut wird, sondern auch ethische Kriterien eine Rolle spielen. Die norwegische Regierung darf pro Jahr übrigens bis zu drei Prozent des Fondsvolumens für gesellschaftliche Zwecke abziehen. Das zeigt, wie dieser Reichtum nicht nur verwaltet, sondern auch gezielt für das Wohlergehen der Bevölkerung eingesetzt wird. Es ist ein echtes Vorbild dafür, wie man natürliche Ressourcen verantwortungsvoll und zum Nutzen aller Generationen nutzen kann.
Doch nicht alles Gold, was glänzt: Kritische Töne und Herausforderungen
Wartelisten und Bürokratie: Die Kehrseite der Medaille
Trotz all der Bewunderung müssen wir natürlich auch einen Blick auf die Schattenseiten werfen, denn perfekt ist kein System. Ich habe gehört, dass es im norwegischen Gesundheitssystem, gerade bei Facharztterminen und Operationen, teilweise zu längeren Wartezeiten kommen kann. Das ist natürlich ein Punkt, der für viele Menschen im Alltag frustrierend sein kann. Manchmal muss man da eben Geduld mitbringen, und das ist in akuten Fällen natürlich schwierig. Auch das Arbeits- und Sozialamt NAV, das für viele Sozialleistungen zuständig ist, wird manchmal als bürokratisch und unübersichtlich beschrieben. Ich kann mir vorstellen, dass es für jemanden, der gerade in einer schwierigen Lebenssituation steckt, eine enorme Belastung sein kann, sich durch einen Dschungel von Formularen und Zuständigkeiten kämpfen zu müssen. Diese bürokratischen Hürden sind definitiv ein Punkt, an dem Norwegen noch arbeiten könnte, um das System noch bürgerfreundlicher zu gestalten.
Was uns das norwegische Modell lehrt: Chancen und Grenzen für Deutschland
So, meine Lieben, was nehmen wir nun aus diesem tiefen Einblick mit? Ich glaube, Norwegen zeigt uns eindrücklich, dass eine Gesellschaft, die stark in ihre Menschen investiert – in Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit –, am Ende eine starke, glückliche und produktive Gesellschaft ist. Die hohe Lebensqualität und die Zufriedenheit der Norweger sind keine Zufälle. Natürlich haben wir in Deutschland andere Voraussetzungen und können das norwegische Modell nicht eins zu eins kopieren. Unser Gesundheitssystem basiert auf einem anderen Modell, und wir haben keinen gigantischen Ölfonds. Aber wir können uns von der Grundhaltung inspirieren lassen: diesem starken Gemeinschaftsgefühl, der Weitsicht in der Finanzpolitik und der Überzeugung, dass Chancengleichheit und soziale Absicherung keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunft sind. Es geht darum, mutig neue Wege zu gehen und immer wieder zu hinterfragen, was wir für ein noch gerechteres und lebenswerteres Land tun können.
Abschließende Gedanken
Puh, meine Lieben, was für eine Reise durch das norwegische Wohlfahrtssystem! Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, wie ein Land es schafft, eine solche Balance aus wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Gerechtigkeit zu finden. Es ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn eine Gesellschaft zusammenhält und langfristig denkt. Manchmal wünschte ich mir, wir könnten uns in Deutschland noch mehr von dieser Weitsicht und dem Mut, in die Zukunft zu investieren, abschauen. Es zeigt uns, dass soziale Sicherheit kein Luxus, sondern das Fundament für ein erfülltes und glückliches Leben ist.
Nützliche Informationen auf einen Blick
1. Hohe Lebenshaltungskosten: Obwohl viele Dienstleistungen kostenlos sind, sind die allgemeinen Lebenshaltungskosten, besonders in Städten wie Oslo, deutlich höher als in Deutschland. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.
2. Sprache ist der Schlüssel: Auch wenn viele Norweger hervorragend Englisch sprechen, ist es für eine tiefere Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt von großem Vorteil, Norwegisch zu lernen. Es öffnet Türen und Herzen.
3. Natur pur: Abgesehen vom Sozialsystem bietet Norwegen eine atemberaubende Natur. Plant bei einem Besuch unbedingt Zeit für Fjorde, Berge und die Polarlichter ein – das ist ein Erlebnis für die Seele!
4. Der Ölfonds ist gigantisch: Stellt euch vor, der norwegische Staatsfonds ist der größte der Welt! Er sichert nicht nur die Zukunft, sondern investiert auch verantwortungsvoll und nachhaltig in globale Unternehmen. Ein echtes Vorbild für intergenerationelle Gerechtigkeit.
5. Work-Life-Balance wird großgeschrieben: Die Norweger legen großen Wert auf eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Das spiegelt sich in großzügigen Urlaubsregelungen und flexiblen Arbeitszeiten wider und trägt zur hohen Lebensqualität bei.
Das Wichtigste in Kürze
Das norwegische Wohlfahrtssystem ist ein beeindruckendes Beispiel für eine Gesellschaft, die auf Solidarität und Chancengleichheit setzt. Finanziert wird es primär über Steuern und den enormen Staatlichen Pensionsfonds, der Einnahmen aus Öl- und Gasgeschäften langfristig anlegt. Von der kostenlosen Bildung – von der Kita bis zur Universität, selbst für internationale Studierende – über ein umfassendes, steuerfinanziertes Gesundheitssystem mit fairer Kostenbremse bis hin zu einer familienfreundlichen Politik mit großzügigen Elternzeiten und Kindergeldleistungen: Norwegen investiert massiv in seine Bürger. Auch die Absicherung bei Arbeitslosigkeit und im Alter ist vorbildlich und nimmt vielen Menschen die Existenzangst. Es gibt jedoch auch Herausforderungen wie längere Wartezeiten bei Fachärzten und eine manchmal als bürokratisch empfundene Verwaltung. Dennoch bietet Norwegen ein Modell, das uns in Deutschland wichtige Denkanstöße geben kann, insbesondere in Bezug auf langfristige Finanzplanung und die konsequente Investition in das Wohlergehen aller Gesellschaftsmitglieder. Es zeigt, wie ein starkes soziales Netz nicht nur auffängt, sondern auch zu einer widerstandsfähigen, innovativen und zufriedenen Bevölkerung führt, die sich auf ein Leben ohne Existenzsorgen verlassen kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: n eintauchen, denn ich habe mir mal genau angesehen, was Norwegen so besonders macht und was wir vielleicht daraus lernen können.Q1: Wie finanziert Norwegen eigentlich sein umfassendes Wohlfahrtssystem und ist das auf Dauer auch wirklich stabil?
A: 1: Ah, das ist eine super Frage, die ich mir auch immer wieder stelle! Wenn man nach Norwegen schaut, denkt man ja schnell an das viele Öl, nicht wahr?
Und ja, dieser Reichtum spielt eine riesige Rolle, keine Frage! Ein Großteil der Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft fließt direkt in den norwegischen Staatsfonds, den “Statens pensjonsfond utland” oder, wie viele ihn nennen, den “Ölfonds”.
Ich finde das so genial, wie sie das machen: Dieses Geld wird weltweit clever investiert, um nicht nur jetzt, sondern auch für zukünftige Generationen den Sozialstaat zu sichern.
Das ist eine vorausschauende Strategie, die mir persönlich total imponiert. Aber es ist nicht nur das Öl! Norwegens System basiert auch auf hohen Steuern.
Das ist vielleicht für uns Deutsche erst mal ein Gedanke, der ein bisschen schmerzt, aber es zeigt die Bereitschaft der Bevölkerung, gemeinsam in die soziale Sicherheit zu investieren.
Es gibt progressive Einkommensteuersätze und auch eine Mehrwertsteuer, die das Ganze stützen. Dazu kommen Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur nationalen Sozialversicherung.
Tatsächlich habe ich mal mit einem Norweger gesprochen, und er meinte, die hohe Steuerlast wird oft als selbstverständlich angesehen, weil die Gegenleistung so spürbar ist: kostenlose Bildung, top Gesundheitsversorgung, soziale Absicherung – das schafft einfach ein enormes Gefühl der “trygghet”, also Sicherheit und Geborgenheit.
Aber natürlich fragen sich auch die Norweger selbst, wie nachhaltig das ist, gerade mit Blick auf eine älter werdende Gesellschaft und die schwankenden Ölmärkte.
Das System muss sich ständig anpassen, aber die breite Akzeptanz und der riesige Ölfonds geben da schon ein gewisses Polster, das wir uns hierzulande oft wünschen würden.
Q2: Was sind denn die konkreten Vorteile des norwegischen Wohlfahrtsstaates für die Bürger, gerade im Vergleich zu unserem System in Deutschland? A2: Das ist der Kern der Sache, oder?
Was macht es für die Menschen dort so lebenswert? Aus meiner Sicht gibt es da ein paar Punkte, die einfach herausstechen. Erstens die Gesundheitsversorgung: In Norwegen gibt es ein staatlich organisiertes Gesundheitssystem, das hauptsächlich über Steuern finanziert wird.
Das heißt, im Grunde hat jeder Zugang zur gleichen Versorgung. Ich finde das Prinzip der gleichen Bedingungen für alle so unglaublich stark! Bei uns in Deutschland haben wir ja unser duales System mit gesetzlicher und privater Krankenversicherung, was manchmal zu Unterschieden führen kann.
In Norwegen gibt es zwar auch Zuzahlungen, zum Beispiel etwa 15 Euro für einen Arztbesuch, aber es gibt eine jährliche Obergrenze von rund 200 Euro. Erreicht man die, sind alle weiteren Behandlungen für den Rest des Jahres kostenlos.
Das nimmt eine riesige finanzielle Last von den Schultern, besonders bei chronischen Krankheiten. Zweitens, und das ist etwas, das ich persönlich bewundere, ist die Chancengleichheit und das Familienbewusstsein.
Bildung ist kostenlos, und es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass jeder, unabhängig vom sozialen Hintergrund, die gleichen Chancen hat. Die Arbeitsbedingungen sind oft entspannter, und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist viel besser, unter anderem durch sehr großzügige Elternzeiten – inklusive einer festen Väterquote!
Ich habe mal gehört, dass die Frauen-Erwerbsquote in Norwegen sehr hoch ist und sie trotzdem mehr Kinder bekommen als bei uns. Das zeigt doch, dass ein gut ausgebauter Sozialstaat funktioniert und die Menschen entlastet.
Und Hand aufs Herz: Wer träumt nicht von weniger Bürokratie? Viele Norweger, die ich kenne, loben die oft einfacheren und digitalisierten Lösungen im Vergleich zu dem, was wir hier manchmal erleben.
Q3: Gibt es denn bei diesem scheinbar perfekten System auch Schattenseiten oder Herausforderungen, die man kennen sollte? A3: Klar, meine Lieben, kein System ist perfekt, und das gilt auch für Norwegen!
Auch wenn wir oft mit leuchtenden Augen nach Norden schauen, gibt es durchaus Dinge, die nicht immer rosarot sind. Eine Herausforderung, die mir immer wieder begegnet, sind die Wartezeiten.
Besonders bei Facharztterminen oder größeren Operationen können die Wartezeiten in Norwegen länger sein als das, was wir in Deutschland gewohnt sind. Das ist natürlich frustrierend, wenn man dringend Hilfe braucht.
Eine Bekannte von mir, die eine Weile in Oslo gelebt hat, erzählte, dass sie für einen Termin beim Orthopäden monatelang warten musste, während sie bei uns in Deutschland deutlich schneller einen Termin bekommen hätte.
Ein weiterer Punkt, der manchmal kritisch beäugt wird, ist die Bürokratie innerhalb des Wohlfahrtssystems, insbesondere beim NAV (der norwegischen Arbeits- und Sozialverwaltung).
Ich habe Berichte gelesen, dass das System zwar ein tolles Sicherheitsnetz ist, aber wenn man “nicht ins Schema F passt” oder individuelle Probleme hat, kann es sehr unübersichtlich und wenig flexibel sein.
Man muss dann oft selbst zwischen verschiedenen Behörden koordinieren, was in einer Krisensituation echt zermürbend sein kann. Da scheint der Fokus manchmal stärker auf der Vermeidung von Missbrauch zu liegen, als der schnellen und unkomplizierten Hilfe.
Und natürlich dürfen wir die Lebenshaltungskosten nicht vergessen: Norwegen ist einfach teuer! Essen, Alkohol, Dienstleistungen – das schlägt schon zu Buche, auch wenn die Gehälter im Schnitt höher sind.
Man muss also abwägen: viel soziale Sicherheit und hohe Lebensqualität auf der einen Seite, aber auch hohe Kosten und manchmal längere Wege bis zur gewünschten Leistung auf der anderen Seite.






