Stell dir vor, du stehst in einem norwegischen Supermarkt, der Korb ist noch halb leer, aber dein Portemonnaie schreit schon panisch. Klingt bekannt? Keine Sorge, du bist damit nicht allein!

Ich war selbst kürzlich wieder in Norwegen unterwegs und habe beim Anblick mancher Preisschilder tief durchatmen müssen. Es ist wirklich keine Legende, dass die Lebenshaltungskosten hier, besonders für Lebensmittel, unsere deutschen Gewohnheiten ganz schön auf den Kopf stellen.
Man merkt schnell, dass nicht nur die weiten Wege in diesem wunderschönen Land, sondern auch die Inflation der letzten Jahre und eine ganz eigene Marktstruktur ihren Preis fordern.
Gerade in den letzten Monaten, bis ins Jahr 2025 hinein, haben wir gesehen, wie die Lebensmittelpreise in Norwegen noch einmal deutlich angezogen haben.
Das betrifft fast alles, was wir täglich brauchen – von Wurst und Käse bis zu Obst und Gemüse. Manchmal habe ich das Gefühl, man braucht schon einen kleinen Reiseführer allein für den Einkaufswagen!
Aber keine Panik, mit ein paar cleveren Tricks und dem richtigen Wissen lässt sich das Abenteuer “Einkaufen in Norwegen” meistern, ohne dass dein Geldbeutel komplett weint.
Ich habe über die Jahre einiges gelernt und möchte meine Erfahrungen mit dir teilen, damit du bei deinem nächsten Norwegen-Trip oder gar einem längeren Aufenthalt nicht vom Fleisch fallen musst, nur weil der Preis dafür so hoch ist.
Es gibt tatsächlich Wege, um lecker und trotzdem bezahlbar durch den norwegischen Alltag zu kommen. In den folgenden Abschnitten schauen wir uns ganz genau an, wo die größten Kostenfallen lauern, welche Supermärkte wirklich dein Freund und Helfer sind und mit welchen Strategien du deinen Einkaufskorb füllen kannst, ohne ein Vermögen auszugeben.
Dazu habe ich einige aktuelle Entwicklungen und meine persönlichen Spartipps für dich zusammengetragen, die dir dabei helfen werden, die oft überraschend hohen Preise zu umgehen.
Genau diese wertvollen Insider-Tipps schauen wir uns jetzt im Detail an.
Wo die Kostenfalle wirklich lauert: Ein Blick auf die Preisschilder
Der Preis-Schock im Detail: Was ins Geld geht
Norwegen ist ein Traumland für Naturliebhaber, aber für unseren Geldbeutel kann es schnell zum Albtraum werden, besonders wenn es um Lebensmittel geht. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass der erste Einkauf im norwegischen Supermarkt oft mit einem tiefen Seufzer verbunden ist. Man steht da, der Blick wandert über die Regale und dann bleibt er an den Preisschildern hängen. Milchprodukte, vor allem Käse und Joghurt, sind oft erheblich teurer als bei uns. Auch Fleisch, insbesondere Rind und Lamm, sowie frischer Fisch – ja, sogar im Land der Fjorde! – können ein echtes Loch in die Reisekasse reißen. Aber auch bei Obst und Gemüse, das importiert werden muss, merkt man den Unterschied deutlich. Besonders bei nicht-saisonalen Artikeln oder Exoten schnellen die Preise in die Höhe. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das erste Mal eine Paprika in Oslo kaufte und dachte, ich hätte mich verhört beim Preis. Aber nein, das war der ganz normale Tarif. Es ist eine Mischung aus hohen Importkosten, geringerer Nachfrage für bestimmte Produkte und der generellen Preispolitik, die hier zu Buche schlägt.
Warum norwegische Preise so anders ticken
Die Gründe für die oft schwindelerregenden Preise sind vielfältig und nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Zum einen sind die Löhne in Norwegen generell höher als in Deutschland, was sich natürlich auch auf die Produktions- und Personalkosten im Einzelhandel auswirkt. Dann kommt eine teils sehr hohe Mehrwertsteuer für bestimmte Produkte hinzu, und nicht zu vergessen sind die Transportwege. Norwegen ist ein langgezogenes Land mit vielen schwer erreichbaren Regionen, und das schlägt sich in den Logistikkosten nieder. Zudem ist der Wettbewerb unter den Supermarktketten nicht so ausgeprägt wie in anderen europäischen Ländern. Es gibt einige große Player, die den Markt dominieren. Und ganz ehrlich, die Norweger sind an diese Preisniveaus gewöhnt. Für uns, die wir aus einem Land mit einem der härtesten Lebensmittel-Preiskämpfe in Europa kommen, ist das natürlich eine Umstellung. Man muss sich wirklich bewusst machen, dass ein einfacher Einkauf hier eine ganz andere Dimension annehmen kann, und dass unsere deutschen Maßstäbe hier einfach nicht gelten. Aber keine Sorge, es gibt Wege, damit umzugehen!
Die Supermarkt-Szene im Detail: Wer ist dein Freund, wer nicht?
Die Discounter: Dein Portemonnaie-Retter in der Not
Wenn du in Norwegen clever einkaufen möchtest, kommst du an den Discountern nicht vorbei. Meine persönliche Top-Empfehlung, basierend auf unzähligen Einkäufen, sind ganz klar Rema 1000 und Kiwi. Diese Ketten haben sich auf ein schlankes Sortiment und niedrige Preise spezialisiert. Bei Rema 1000 findest du oft gute Eigenmarkenprodukte, die qualitativ vollkommen in Ordnung sind und das Budget schonen. Kiwi punktet oft mit einer guten Auswahl an frischem Obst und Gemüse zu vergleichsweise fairen Preisen, und sie haben oft längere Öffnungszeiten. Auch Coop Extra kann eine gute Option sein, da sie eine Mischung aus Discount und einem etwas breiteren Sortiment bieten. Hier mache ich immer meine Groß- und Basiseinkäufe. Man muss zwar manchmal etwas genauer hinschauen, um die besten Angebote zu finden, aber es lohnt sich. Ich habe mir angewöhnt, zuerst die Prospekte dieser Läden zu checken, bevor ich überhaupt einen Fuß in den Supermarkt setze. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit, da man gezielt einkaufen kann.
Die Mittelklasse und Spezialisten: Wenn es mal etwas mehr sein darf
Neben den Discountern gibt es natürlich auch Supermärkte mit einem breiteren Sortiment und höherem Preisniveau. Dazu gehören zum Beispiel Meny und Coop Mega. Diese Läden bieten oft eine größere Auswahl an frischen Produkten, Delikatessen und internationalen Spezialitäten. Wenn du also mal Lust auf etwas Besonderes hast oder ein Produkt suchst, das du bei den Discountern nicht findest, dann sind diese Adressen richtig. Aber sei gewarnt: Hier schnellen die Preise schnell in die Höhe. Ich persönlich nutze Meny oder Coop Mega nur für ganz spezielle Anlässe oder wenn ich wirklich etwas Bestimmtes brauche, das ich nirgendwo anders bekomme. Für den täglichen Bedarf sind sie einfach zu teuer. Es ist ein bisschen wie in Deutschland: Edeka oder Rewe bieten mehr, kosten aber auch mehr als ein Discounter. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, wofür man bereit ist, mehr auszugeben und wofür nicht. Meine Strategie ist es, den Großteil meiner Einkäufe bei den Discountern zu erledigen und nur gezielt für einzelne Artikel in die teureren Läden zu gehen.
| Supermarktkette | Preiskategorie (Einschätzung) | Besonderheit/Tipp |
|---|---|---|
| Rema 1000 | Günstig | Gute Eigenmarken, oft gute Basispreise. |
| Kiwi | Günstig | Oft frisches Obst & Gemüse zu fairen Preisen, lange Öffnungszeiten. |
| Coop Extra | Günstig bis Mittel | Breiteres Sortiment als reine Discounter, gute Mischung. |
| Meny | Teuer | Große Auswahl an Spezialitäten und frischen Produkten, Delikatessen. |
| Coop Mega | Teuer | Ähnlich wie Meny, gutes Angebot an Frischeprodukten. |
Clever einkaufen: Meine besten Strategien für den Warenkorb
Der Einkaufszettel als Überlebenshilfe
Das klingt vielleicht banal, aber ein detaillierter Einkaufszettel ist in Norwegen Gold wert – und ich meine wirklich Gold! Ohne eine klare Liste verliert man sich schnell in den Gängen und landet mit Produkten im Wagen, die man weder braucht noch bezahlen will. Ich plane meine Mahlzeiten für die gesamte Woche im Voraus. Das hilft nicht nur, gezielt einzukaufen und Impulskäufe zu vermeiden, sondern auch Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Ich schaue, welche Zutaten ich für mehrere Gerichte verwenden kann und plane dann entsprechend. Bevor ich losgehe, checke ich meinen Kühlschrank und meine Vorratsschränke, um wirklich nur das zu kaufen, was fehlt. Diese Disziplin hat sich für mich ausgezahlt. Ich habe festgestellt, dass ich so nicht nur Geld spare, sondern auch viel entspannter einkaufe, weil ich genau weiß, was ich brauche und wo ich es am besten bekomme. Es ist wie ein kleiner Schlachtplan, den man schmiedet, um dem norwegischen Preiskampf die Stirn zu bieten.
Eigenmarken und Großpackungen nutzen
Ein weiterer Geheimtipp, der wirklich hilft, ist der Griff zu Eigenmarken. Fast alle norwegischen Supermärkte bieten ihre eigenen Produktlinien an, die oft deutlich günstiger sind als die bekannten Markenprodukte. Bei Rema 1000 gibt es beispielsweise die “Rema 1000”-Produkte, bei Kiwi die “First Price”- oder “X-tra”-Produkte. Die Qualität ist meistens vollkommen ausreichend für den täglichen Gebrauch, und man merkt kaum einen Unterschied. Ich persönlich habe festgestellt, dass gerade bei Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Reis, passierten Tomaten oder Milchprodukten die Eigenmarken eine hervorragende Alternative sind. Auch bei Großpackungen kann man sparen, wenn man weiß, dass man das Produkt in größeren Mengen verbraucht. Ich kaufe beispielsweise gerne größere Packungen Haferflocken oder Kaffee, wenn der Preis pro Kilo attraktiver ist. Man sollte aber immer den Kilopreis vergleichen, um sicherzustellen, dass es sich wirklich lohnt. Und natürlich nur das kaufen, was man auch wirklich aufbraucht, sonst ist der Spareffekt dahin. Es ist eine Mischung aus bewusstem Einkaufen und dem Mut, auch mal zu unbekannteren Marken zu greifen.
Saisonales und Lokales: Frische Vielfalt zum fairen Preis
Der Reiz des Regionalen und Saisonalen
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, dass in Norwegen alles teuer ist. Das stimmt nicht immer, vor allem nicht, wenn man auf saisonale und lokale Produkte achtet. Klar, Avocados oder Mangos sind hier Luxusgüter, aber Kartoffeln, Kohl oder Wurzelgemüse, das in Norwegen angebaut wird, ist oft erschwinglicher. Ich habe gelernt, mich bei Obst und Gemüse an den Jahreszeiten zu orientieren. Im Sommer gibt es zum Beispiel fantastische norwegische Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren, die dann auch preislich interessanter sind. Auch heimischer Fisch, der direkt von den Küstenfischern kommt und nicht erst um die halbe Welt transportiert werden muss, kann eine gute Wahl sein – hier lohnt es sich oft, auf Märkten oder direkt beim Fischer nachzuschauen. Das erfordert zwar etwas Recherche und Flexibilität beim Speiseplan, aber es ist eine tolle Möglichkeit, nicht nur Geld zu sparen, sondern auch die lokale Wirtschaft zu unterstützen und frische, hochwertige Produkte zu genießen. Man muss sich einfach ein bisschen umgewöhnen und lernen, mit dem zu kochen, was das Land gerade hergibt. Und glaub mir, das kann sehr lecker und kreativ sein!
Obst und Gemüse mit Köpfchen kaufen
Beim Einkauf von Obst und Gemüse lohnt es sich, genau hinzuschauen und Preise zu vergleichen. Wie schon erwähnt, sind importierte Waren oft sehr teuer. Wenn du also eine Möglichkeit hast, regionale Produkte zu kaufen, nutze sie. Oft gibt es kleinere Hofläden oder Stände am Straßenrand, die saisonales Obst und Gemüse anbieten. Auch in den Supermärkten gibt es oft eine “Billigkiste” mit leicht beschädigtem Obst und Gemüse, das aber noch vollkommen genießbar ist und zu einem Bruchteil des Preises verkauft wird. Für Smoothies, Suppen oder Eintöpfe ist das perfekt! Ich habe mir angewöhnt, auch die Preise für Tiefkühlgemüse im Auge zu behalten. Das ist oft eine gute und günstige Alternative zu frischem Gemüse, vor allem wenn die Saison vorbei ist oder die Preise für frische Ware astronomisch sind. Es geht darum, flexibel zu sein und pragmatisch zu denken. Eine Paprika für 5 Euro muss nicht sein, wenn man stattdessen eine norwegische Karotte für 50 Cent bekommt, die genauso lecker ist.

Selbst ist der Mann (oder die Frau): Kochen statt Restaurantbesuch
Die Küche als Sparzone: Deine beste Investition
Ganz ehrlich, wenn du in Norwegen Geld sparen willst, ist Kochen die absolut beste Strategie. Restaurantbesuche sind hier ein teurer Spaß, und selbst ein einfacher Cafébesuch mit einem Stück Kuchen kann schnell ins Geld gehen. Ich habe das am eigenen Leib erfahren: Ein einfaches Mittagessen im Café für eine Person kann locker 20-30 Euro kosten, während ich mit den gleichen Zutaten zu Hause für die ganze Woche kochen könnte. Deshalb ist meine Küche in Norwegen zu meiner absoluten Sparzone geworden. Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren und mit lokalen Zutaten zu experimentieren. Es ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch oft viel gesünder und man hat die volle Kontrolle über das, was auf den Teller kommt. Packe deine Kochutensilien ein oder miete eine Unterkunft mit Küche – das ist eine Investition, die sich hundertfach auszahlt. Ich persönlich genieße es auch, nach einem langen Tag in der Natur gemütlich zu Hause zu kochen, anstatt mich noch einmal auf die Suche nach einem bezahlbaren Restaurant zu machen. Es gibt so viele Möglichkeiten, leckere und einfache Gerichte zuzubereiten, die nicht viel kosten.
Mittagessen-Vorbereitung für unterwegs
Der nächste Tipp, der eng mit dem Kochen zu Hause verbunden ist, betrifft die Mittagspause. Viele Norweger nehmen ihr Mittagessen mit zur Arbeit oder in die Schule, und das aus gutem Grund. Ein belegtes Brötchen oder ein Salat in einem Café zu kaufen, ist einfach extrem teuer. Deshalb bereite ich mein Mittagessen immer zu Hause vor. Das kann ein einfaches Sandwich sein, ein Rest vom Abendessen vom Vortag oder ein vorbereiteter Salat. Es erfordert zwar ein bisschen Planung am Vorabend oder am Morgen, aber die Ersparnis ist enorm. Stell dir vor, du sparst jeden Tag 10-15 Euro, die du sonst für ein gekauftes Mittagessen ausgeben würdest – das summiert sich über eine Woche oder einen Monat zu einer stattlichen Summe! Es ist eine kleine Gewohnheit, die einen großen Unterschied macht. Ich habe immer eine kleine Kühltasche oder eine Brotdose dabei, wenn ich unterwegs bin, und fülle sie mit selbstgemachten Leckereien. Das gibt mir nicht nur finanzielle Freiheit, sondern auch das gute Gefühl, mich gesund und bewusst zu ernähren.
Angebote jagen und Apps nutzen: Digitale Helfer für Sparfüchse
Prospekte durchforsten und Loyalty-Programme
Früher habe ich Prospekte ignoriert, aber in Norwegen sind sie zu meinem besten Freund geworden! Jede Woche werfen die großen Supermarktketten ihre Angebote in die digitalen Briefkästen (oder manchmal auch noch physisch). Es lohnt sich wirklich, diese Prospekte aufmerksam durchzublättern, bevor man den Einkauf plant. Oft gibt es hier sensationelle Rabatte auf bestimmte Produkte, die man dann gezielt kaufen kann. Ich habe mir angewöhnt, eine Liste der Angebote zu erstellen und meinen Wocheneinkauf danach auszurichten. Darüber hinaus sind die Loyalty-Programme der Supermärkte ein absolutes Muss. Die “Trumf”-Karte von NorgesGruppen (zu der unter anderem Kiwi und Meny gehören) ist hier das bekannteste Beispiel. Mit dieser Karte sammelst du Punkte, die sich in Bargeld umwandeln lassen oder dir spezielle Rabatte gewähren. Auch Coop hat sein eigenes Programm. Diese Karten sind kostenlos und die Registrierung dauert nur wenige Minuten. Die Ersparnisse können sich wirklich sehen lassen und machen einen spürbaren Unterschied im Budget. Ich persönlich habe schon etliche Kronen durch das Sammeln von Punkten gespart.
Apps für den smarten Einkauf: Dein Handy als Sparhelfer
Im digitalen Zeitalter gibt es natürlich auch Apps, die dir beim Sparen helfen können. Viele Supermarktketten haben ihre eigenen Apps, in denen du nicht nur die aktuellen Angebote findest, sondern oft auch personalisierte Coupons erhältst. Es lohnt sich also, die Apps deiner bevorzugten Supermärkte herunterzuladen und regelmäßig zu checken. Manchmal gibt es zum Beispiel spezielle “nur für App-Nutzer”-Angebote, die wirklich attraktiv sind. Darüber hinaus gibt es auch Apps, die Preisvergleiche ermöglichen oder dir anzeigen, wo bestimmte Produkte gerade am günstigsten sind. Wenn du in einer größeren Stadt wohnst oder Urlaub machst, kann das sehr hilfreich sein, um den besten Deal zu finden. Ich habe festgestellt, dass es sich besonders bei größeren Anschaffungen oder spezifischen Markenprodukten lohnt, vorab einen digitalen Preisvergleich zu machen. Es ist ein bisschen wie Detektiv spielen, aber der Lohn sind ein paar Kronen mehr im Portemonnaie, und das ist es ja allemal wert. Es ist eine moderne Art des Sparens, die perfekt in unseren Alltag passt.
Abschließende Gedanken
Liebe Sparfüchse und Norwegen-Liebhaber, wir haben gemeinsam eine kleine Entdeckungsreise durch die norwegische Supermarktwelt gemacht, und ich hoffe, du siehst jetzt klarer, wie du dein Reisebudget oder dein monatliches Haushaltsbudget hier besser im Griff behalten kannst. Es ist wahr, die Preise können anfangs erschreckend wirken, und ich habe selbst oft genug mit hochgezogenen Augenbrauen vor den Regalen gestanden. Aber wie du siehst, gibt es wirklich effektive Strategien und kleine Tricks, die einen riesigen Unterschied machen. Von der bewussten Wahl des Supermarktes über den cleveren Umgang mit Einkaufszetteln bis hin zur Nutzung von Apps und Angeboten – all das sind Werkzeuge, die du in deinem Spar-Werkzeugkasten haben solltest. Für mich persönlich war die größte Erkenntnis, dass Flexibilität und ein bisschen Umdenken Gold wert sind. Es geht nicht darum, sich alles zu verbieten, sondern darum, bewusste Entscheidungen zu treffen und die lokalen Gegebenheiten zu verstehen. So wird dein Aufenthalt in Norwegen nicht nur unvergesslich schön, sondern auch finanziell entspannter. Ich freue mich schon darauf, eure eigenen Spar-Tipps in den Kommentaren zu lesen!
Nützliche Tipps auf einen Blick
1. Vergleiche immer den Kilopreis oder Literpreis: Das ist oft der ehrlichste Indikator dafür, welches Produkt wirklich günstiger ist, besonders bei Grundnahrungsmitteln. Die Einheitspreise stehen meist klein auf dem Preisschild und sind dein bester Freund im Preisdschungel.
2. Halte Ausschau nach dem “Billigkrok” oder “Tilbud”: Viele Supermärkte haben eine Ecke mit reduzierten Produkten, die bald ablaufen oder leichte Mängel haben. Hier lassen sich oft echte Schnäppchen machen, besonders bei Brot, Backwaren und manchmal auch Frischprodukten.
3. Nutze Wasser aus dem Hahn: Norwegisches Leitungswasser ist von ausgezeichneter Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Packe eine wiederverwendbare Wasserflasche ein, um teure Flaschenwasser-Käufe zu vermeiden. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
4. Denke über Alternativen nach: Statt teurem Rindfleisch greife vielleicht mal zu Hühnchen, Schweinefleisch oder pflanzlichen Proteinen wie Bohnen und Linsen. Auch Fischkonserven können eine preiswerte und leckere Alternative zu frischem Fisch sein, wenn du mal ein schnelles Gericht zaubern möchtest.
5. Plane deine Ausflüge und packe Proviant ein: Wenn du einen Tagesausflug planst, nimm Sandwiches, Obst und Snacks von zu Hause mit. Raststätten oder touristische Cafés sind oft extrem teuer und können das Tagesbudget schnell sprengen. Eine Thermoskanne mit Kaffee oder Tee ist ebenfalls eine tolle Idee.
Das Wichtigste zusammengefasst
Um in Norwegen beim Lebensmitteleinkauf nicht in die Kostenfalle zu tappen, sind Planung und eine bewusste Strategie unerlässlich. Merke dir: Discounter wie Rema 1000, Kiwi und Coop Extra sind deine besten Verbündeten für den täglichen Bedarf und größere Einkäufe, während Meny und Coop Mega eher für spezielle Anlässe oder ausgewählte Delikatessen gedacht sind. Ein detaillierter Einkaufszettel hilft dir, gezielt zu kaufen und Impulskäufe zu vermeiden. Setze auf Eigenmarken und Großpackungen, wo immer es sinnvoll ist, und vergleiche stets die Kilopreise. Der größte Sparhebel liegt jedoch im Selberkochen – Restaurants sind eine teure Angelegenheit, daher wird deine Unterkunft mit Küche schnell zum Zentrum deines kulinarischen Erlebnisses. Achte zudem auf saisonale und lokale Produkte, die oft frischer und preiswerter sind. Und vergiss nicht, die wöchentlichen Prospekte der Supermärkte sowie deren Loyalty-Programme und Apps zu nutzen, um die besten Angebote abzugreifen. Mit diesen Tipps wirst du feststellen, dass ein Norwegen-Trip nicht zwangsläufig ein Vermögen kosten muss und du trotzdem die köstliche Vielfalt des Landes genießen kannst.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: , die ich mir bei jedem Norwegen-Besuch wieder stelle und die wohl jeden Neuankömmling erstmal ins Schwitzen bringt! Du bist mit dieser Verzweiflung absolut nicht allein. Ich habe selbst schon mehrfach fassungslos vor den Preisschildern gestanden. Es ist wirklich kein Mythos, dass das Einkaufen hier, gerade was Lebensmittel angeht, unsere deutschen Gewohnheiten komplett auf den Kopf stellt.Der Hauptgrund ist zum einen das generell sehr hohe Preisniveau im Land. Norwegen ist einfach von Haus aus teurer als Deutschland, das merkt man fast überall. Dann kommt die geografische Lage dazu: Stell dir vor, all die frischen Produkte müssen oft weite Wege zurücklegen, und das treibt die Transportkosten natürlich in die Höhe. Hinzu kommt, dass Norwegen kein EU-Mitglied ist, was sich ebenfalls auf die Preise auswirkt, weil Einfuhren anders gehandhabt werden. Was viele auch vergessen: Die Gehälter in Norwegen sind im Schnitt deutlich höher als bei uns. Das bedeutet, dass auch die Lohnkosten in der Produktion und im Handel höher sind, was sich wiederum im Endpreis niederschlägt. Und mal ehrlich, wenn der Staat bestimmte Produkte nicht so gerne sieht – ich denke da an
A: lkohol, Tabak oder süße Sachen – dann hauen sie ordentlich Steuern drauf. Die Mehrwertsteuer liegt hier generell bei stolzen 25 Prozent, da schluckt man schon mal kräftig!
In den letzten Monaten, ja sogar bis ins Jahr 2025 hinein, haben wir erlebt, wie die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke noch einmal spürbar gestiegen sind.
Die Inflation macht auch vor Norwegens Supermarktregalen keinen Halt. Und dann ist da noch diese besondere Marktstruktur: Der Lebensmittelhandel wird von einigen wenigen großen Playern dominiert.
Das schränkt den Wettbewerb ein, was für uns Verbraucher oft weniger Auswahl und eben höhere Preise bedeutet. Es ist wie ein Teufelskreis, aber keine Sorge, es gibt trotzdem Wege, den Geldbeutel zu schonen!
Q2: Gut, das leuchtet ein. Aber gibt es denn Supermärkte, wo man trotzdem halbwegs günstig einkaufen kann, oder muss ich jetzt jeden Laden meiden? A2: Puh, da sprichst du mir aus der Seele!
Nachdem ich das erste Mal vor einem Meny stand und dachte, ich müsste mein Sparschwein schlachten, um einen Liter Milch zu kaufen, habe ich mich auf die Suche nach echten Preisbrechern gemacht.
Und ja, die gibt es zum Glück! Meine absolute Empfehlung sind die Discounter-Ketten wie REMA 1000, KIWI und Coop Extra. Stell dir vor, REMA 1000 ist quasi unser deutscher Rewe, nur eben mit norwegischen Preisen, die dort aber im Vergleich zu anderen Ketten immer noch am besten sind.
KIWI kannst du dir wie einen norwegischen Netto vorstellen. Dort habe ich schon oft meine Einkaufskörbe gefüllt und mich zumindest nicht ganz so arm gefühlt.
Auch Coop Prix gehört zu den vergleichsweise günstigeren Optionen. Diese Läden haben oft eine gute Auswahl und sind in vielen Regionen zu finden. Meiden würde ich persönlich, wenn es irgendwie geht, die sogenannten „gehobeneren“ Läden wie Meny – super Auswahl, keine Frage, aber eben auch super teuer.
Auch Bunnpris und Joker sind meistens eher teuer, auch wenn man sie oft in abgelegeneren Gegenden findet, wo man dann manchmal keine andere Wahl hat. Was du aber wirklich, wirklich nur im Notfall machen solltest, ist, an Tankstellen, in Kiosken oder auf Campingplätzen einzukaufen.
Dort sind die Preise so hoch, dass dir schwindlig werden kann! Ein kleiner Geheimtipp, den ich über die Jahre entdeckt habe, sind Asia-Läden in größeren Städten.
Dort gibt es oft bestimmte Produkte, die du sonst nirgendwo findest und das zu erstaunlich fairen Preisen. Und für echte Schnäppchenjäger gibt es manchmal auch Holdbart-Märkte, die Produkte kurz vor dem Ablaufdatum oder mit kleinen Fehlern günstiger verkaufen.
Man muss ein bisschen suchen, aber es lohnt sich! Q3: Das klingt schon mal vielversprechend! Hast du noch ein paar persönliche Geheimtipps, wie ich meinen Einkaufswagen füllen kann, ohne dass mein Bankkonto weint?
A3: Na klar, dafür bin ich doch da! Nach all den Jahren des Reisens und Lebens in Norwegen habe ich ein paar Tricks auf Lager, die ich dir unbedingt verraten möchte, damit du nicht in jede Preisfalle tappst.
Mein erster und wichtigster Tipp: Kaufe clever ein! Halte dich, wie gerade besprochen, an die günstigen Supermärkte wie REMA 1000, KIWI und Coop Extra.
Und sei wachsam! Viele Läden haben spezielle Ecken, oft ganz links oder rechts im Kühlregal, wo sie Produkte anbieten, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen.
Die sind dann oft 40 bis 60 Prozent reduziert! Ich habe da schon so manches Schnäppchen gemacht, das meinen Speiseplan gerettet hat. Auch Brot ist oft kurz vor Ladenschluss um die Hälfte günstiger – perfekt für den nächsten Morgen!
Ein absoluter Game-Changer sind die Supermarkt-Apps und Kundenkarten. Fast jede Kette hat ihre eigene App mit wöchentlichen Angeboten. Manchmal brauchst du dafür zwar eine norwegische Bank-ID, aber ich habe mir auch schon mal einen Screenshot vom QR-Code eines norwegischen Freundes schicken lassen, um die Rabatte zu nutzen – kleiner Insider-Trick!
Wenn du mit dem Auto oder Wohnmobil unterwegs bist, packe so viele haltbare Lebensmittel wie möglich schon in Deutschland ein. Nudeln, Reis, Gewürze, Konserven – das spart wirklich hunderte von Euros!
Aber Achtung: Kartoffeln sind tabu, die darf man nicht einführen. Konzentriere dich außerdem auf gesunde Lebensmittel. Obst, Gemüse und Fisch sind in Norwegen im Vergleich zu Fleisch oder Fertigprodukten oft die günstigere Wahl.
Ich habe festgestellt, dass man sich hier richtig gut und vergleichsweise günstig von saisonalem Gemüse und frischem Fisch ernähren kann. Und noch ein persönlicher Ratschlag: Verzichte so oft es geht aufs Auswärtsessen.
Restaurants sind einfach unverschämt teuer. Koche lieber selbst! Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch deutlich budgetfreundlicher.
Wenn du mit Freunden unterwegs bist, kocht gemeinsam – da lassen sich größere Mengen günstiger einkaufen und man hat mehr Abwechslung auf dem Teller. Denk auch an die kleinen Dinge: Die Wasserqualität in Norwegen ist fantastisch, also nimm eine wiederbefüllbare Flasche mit und spar dir das teure Flaschenwasser.
Und für Kaffeeliebhaber gibt es den genialen „Kaffeeavtale“ an Tankstellen. Da kaufst du einmal einen speziellen Thermobecher für etwa 20 Euro und kannst dann das ganze Jahr bei der jeweiligen Kette kostenlos Kaffee nachfüllen – ein Traum für lange Roadtrips!
Mit diesen Tipps im Hinterkopf wird dein Einkauf in Norwegen zwar immer noch kein Schnäppchen wie in Deutschland, aber er wird definitiv machbarer und dein Geldbeutel wird es dir danken, versprochen!






